Samstag, 15. Oktober 2011

Mini-Roadtrip to Toronto & Ottowa

Hallo ihr Lieben,

jetzt gibt es wieder Neuigkeiten von mir :D
Hier war einiges los in den letzten Tagen, daher komme ich erst jetzt dazu, den Blog zu aktualisieren!

Letztes Wochenende haben sich einige der Exchange Studenten und ich auf eine Art Mini-Roadtrip nach Toronto und Ottowa gemacht.
Freitag sollte es eigentlich vormittags losgehen, was sich allerdings angesichts Missverständnissen verschiedenster Art und der großen Anzahl an Mitfahrern als absolut unrealisierbar herausstellte. Letztenendes sind wir um kurz nach 15 Uhr mit 2 Autos a 7 Personen gestartet. Nach kurzer Zeit fanden wir dann heraus, dass unser Auto weder eine geeignete Karte von Kanada besitzt noch eine Beschreibung des Weges zum Hostel in Toronto besitzt. (Bis zu diesem Moment war die bei uns verbreitete Meinung: "Wir fahren einfach nach Toronto, nehmen die Ausfahrt Downtown und suchen dann noch unserem Hostel".

Doch sooo einfach war es - wie immer - natürlich nicht ;)
Nach einer über 10-stündigen Fahrt fanden wir das Hostel, jedoch lediglich mit der Hilfe des anderen 7er Autos, das uns freundlicherweise ihren Fahrtweg abfotografieren ließ.
Hätten wir diese Infos nicht gehabt, wären wir sicherlich verloren gewesen, denn Toronto ist einfach riiiiesig, und soweit ich es gesehen habe existiert keine generelle "downtown" Ausfahrt ;)

Erst einmal um kurz nach 1 Uhr nachts im Hostel angekommen (als erstes der 2 Autos) eröffnete man uns, es gäbe aktuell nichtmehr genug Bettwäsche. Diese würde jedoch sofort gewaschen, sodass wir uns 1-2 Stunden später alle ein Set erhalten könnten. Diese Zeit nutzten wir dann also um uns schon einmal die ersten Eindrücke von Toronto´s Nachtleben zu verschaffen.
Im Anschluss wollte ich mir meine Bettwäsche in der Lobby abholen (ca. 3:30 nachts), woraufhin ich wiederum um eine Stunde vertröstet wurde - abermals mit der Begründung man müsse für mich waschen.
Ich entschied dann, dass es mir zu doof war nochmals herunter zu gehen (und womöglich auch noch eine schmutzige Bettwäsche zu erhalten, da mir eine Stunde für Waschen und Trocknen zusammen doch erstaunlich kurz vorkommt). Letztendlich hatte ich ja zumindest ein Bettlaken auf meinem Bett und entschied mich weder das Kissen, noch die Decke zu verwenden. Anstatt dessen schlief ich mit diversen Jacken zugedeckt ;)
 Das war dann auch mal was neues für mich, aber glücklicherweise hatte die Nacht ohnehin nur 2 Stunden für mich.

Am nächsten Tag haben Simon und ich dann ein wenig die Stadt erkundet, während einige andere einen Trip zu den Niagarafällen gemacht haben.


Und ich muss wirklich sagen, Toronto ist eine großartige Stadt! Von fast überall sieht man den wahnisnnig hohen CN-Tower, der ca 550 (!) Meter hoch ist.





Wie man sieht hatten wir ein großartiges Wetter, das auch tatsächlich das ganze Wochenende lang gehalten hat. Jeden Tag strahlender Sonnenschein bei ca 25 Grad :)
... ein richtiger Indian Summer also :D !

Außerdem haben wir in Toronto noch den St. Lawrence Market besucht, auf dem ich endlich nach über einem Monat Wurst- und Käseentzug (ich meine echten Käse) mein Bedürfnis danach stillen konnte.
Dieser Markt ist wirklich groß und sieht auch von außen schön aus. Und das aller, aller beste: es darf fast an jedem Stand probiert werden. Ich aß also einige Scheibchen Parmaschinken, Gorgonzola und Briekäse und kostete einige leckere Tröpfchen Wein, bis ich tatsächlich leicht angeheitert war.









sooo viele unterschiedliche Nudelsorten!!!

... und extrem viele verschiedene Reissorten!!!
Alles in Allem ein suuuuper schöner Markt, den man auf jeden Fall besuchen sollte, wenn es einen nach Toronto verschlägt!



Am Abend sind wir dann noch auf den CN Tower gegangen, um den atemberaubenden Blick aus verschiedenen Plattformen des 550 Meter hohen Turmes zu genießen.
Wir kamen, wie geplant, rechtzeitig zum Sonnenuntergang oben an, sodass ich tolle Fotos machen konnte.

 

Der CN Tower hat die Besonderheit, dass es eine Etage gibt, auf der ein kleiner Teile des Bodens aus Glas besteht und somit durchsichtig ist. Ziemlich gruselig muss ich sagen, daher habe ich mich auch nur sehr kurz auf den Glasboden gewagt, um ein Foto zu knipsen :)
Auf jeden Fall aber sehr beeindruckend!



Hier noch einige Bilder, die ich von der obersten Aussichtsplattform bei fast vollständiger Dunkelheit aufgenommen habe:











Danach ging es dann zurück ins Youth Hostel, wo wir uns einen kleinen Drink genehmigten (siehe Bild). Na, wer errät, um was es sich hierbei handelt?

Richtig, ein echter Maßkrug Bier! Ein echtes Highlight :)






Die Ähnlichkeit der Beiden ist verblüffend oder?! ;)




Am nächsten Tag haben wir dann noch - wie immer bei strahlendem Sonnenschein - den Hafen besichtigt, wobei wir ein echt nettes Herrchen-Hund Päärchen gefunden haben (siehe Bild). Leider ist mir kein besonders gutes Foto der beiden süßen gelungen, aber ich musste sie ja doch unauffällig ablichten ;)


diese süße Lok haben wir entdeckt, als wir zufällig in eine Art Vergnügungspark direkt am CN Tower gelangt sind :)





Im Anschluss hatten wir leider nichtmehr allzu viel Zeit in Toronto. Dadurch mussten wir unseren Shopping Trip im Eaton-Center - einer der größten Mall´s der Welt - etwas abkürzen.





Am Sonntag Nachmittag fuhren wir dann nach Ottowa, wo wir am späten Abend ankamen. Daher besuchten wir nurnoch schnell eine Sportsbar, um einen Happen zu essen und machten einige nächtliche Aufnahmen der Regierungsgebäude, die sich aber am Tag deutlich besser fotografieren ließen.


Am Nächsten Tag machte ich noch weitere Aufnahmen:

unser süßes, familiäres hostel :)


süße Kekse...


Halloween-Accessoires






der tolle Blick vom Turm des Regierungsgebäudes

eeendlich ein Steak nach einer langen, langen Fleisch-Abstinenz



im Parlamentsgebäude, schöne Decke

Und das war es dann schon wieder mit unserem Trip, wobei... so ganz stimmt das garnicht. Es kam ja noch der Rückweg auf uns zu - selbstverständlich ohne ordentliche Landkarte ;)
Wir fanden problemlos den Weg nach Montréal. Danach stellte es sich aber dennoch als etwas herausfordernd heraus, das "kleine" Sherbrooke zu finden, da dies auf den Schildern nicht ausgeschrieben war.
Uns war klar, dass wir von Montreal aus grob in Richtung Osten mussten. Daher nahmen wir eine Autobahn, die in ihrem Namen den vielversprechenden Zusatz East trug, in der Hoffnung irgendwann anzukommen.
Nach einer guten Stunde hinter Montréal bemerkte unser Fahrer ein Schild, das Quebec City in 100km ankündigte. Nur leider liegt Quebec City deutlich über Sherbrooke, sodass wir nunmal wieder einige Umwege in Kauf nehmen mussten.
Aber naja, letztenendes kamen wir recht erschöpft wieder in Lennoxville an.

Es war definitiv ein schönes Wochenende mit einem uns wohlgesonnenen Wettergott :)

Seitdem ist die Uni wieder in vollem Gange, in den nächsten Wochen habe ich 2 weitere Midterm-Exams, für die ich mich nun vorbereiten sollte....
... außerdem ist sicherlich auch wieder die ein oder andere Feierlichkeit angesetzt ;)

Liebe Grüße!

Eure Marina

Mittwoch, 28. September 2011

Hallihallo,

ich melde mich malwieder aus dem immernoch sonnigen Kanada. Obwohl hier mittlerweile der Indian Summer eingesetzt hat, sind die Temperaturen und das Gefühl dank des vielen Sonnenscheins immernoch sommerlich!

Hinter mir liegt ein ereignisreiches Wochenende, das ich in Montreal verbracht habe, aber von vorne:
Bei uns am Campus gibt es eine Organisation, die für uns internationale Studenten Events organisiert. Für letztes Wochenende war der Besuch eines Ice-Hockey Spieles in Montréal geplant. Natürlich wollte ich mitkommen und kaufte mir ein Ticket, das auch die Hin- und Rückfahrt nach Montréal beinhaltete.
Letzte Woche Dienstag erfuhr ich dann, dass am Donnerstag ein gratis Konzert der Band Arcade Fire (hat schon einige Preise gewonnen) in Montréal stattfinden sollte. Ohne auch nur ein einziges Lied dieser Band zu kennen entschloss ich mich am Mittwoch kurzerhand mir einer Mitfahrgelegenheit nach Montreal über amigo-stopp für Donnerstag Abend zu besorgen.
So weit, so gut. Hinfahrt war geregelt, wohnen konnte ich bei meiner Cousine, Rückfahrt war auch geregelt.
Ich machte mich also auf den Weg von Lennoxville (wo sich meine Uni befindet) nach Sherbrooke, wo das car-pooling starten sollte. Es stellte sich heraus, dass meine Mitfahrer alle Französisch-Muttersprachler waren, was mich zuerst sehr freute. Meine Chance Französisch zu sprechen - dachte ich. Denn ich hatte die Rechnung ohne Quebecois gemacht, das "Französisch", was hier gesprochen wird. Dies hatte also den Effekt, dass, egal wie sehr ich mich bemühte, ich kein Wort des "Französischen" verstehen konnte (nichtmal die normalen Franzosen können das), und wir uns auf englisch zu verständigen versuchten.

In Montreal angekommen nahm ich die Ubahn, um zur Wohnung meiner Cousine zu gelangen. Diese war zu diesem Zeitpunkt bereits am Ort des Konzertes, um sich gute Plätze zu sichern. Jedoch hatte sie mir - wie ich es verstanden hatte - erklärt, dass ich die Tür mit einer Geheimzahl öffnen könne und hinter der Tür dann in einem Fach den Appartmentschlüssel finden könne.
Ich - schon ganz begeistert wie locker mein bisheriger Weg gelaufen war - stehe also vor ihrer Tür und tippe den Code auf ein irgendwie mechanisch aussehendes Nummernfeld und hoffe, dass sich die Tür öffnet. - Doch da tut sich nichts. Nach einigen erfolglosen Versuchen versuchte ich meine Cousine zu erreichen - was sich leider auch als aussichtslos herausstellte.
Es kostete mich gefühlte 100 weitere Versuche die Zahl einzutippen und Schläge gegen die Tür, bis ich herausfand, dass sich durch das eintippen der Zahl nicht die Tür selber sondern, die Platte, auf der das Zahlenfeld befestigt war, bewegen ließ - wohinter sich der Schlüssel befand.
Aber halb so schlimm, es hat mich ja nur eine Stunde gekostet ;)

Ok, lange Rede, kurzer Sinn. Ich habe mich fertig gemacht und habe mich auf den Weg zum Konzert gemacht, wo ich meine Cousine im Getümmel finden wollte. Wieder einmal eine aussichtslose Angelegenheit, wenn man berücksichtigt, dass sie bereits 3 Stunden vor Konzertbeginn dort war und es bereits 1 Stunde vor Beginn des Hauptacts war - und schon mehrere Vorbands gespielt hatten.
Ich hatte keine Chance bis ganz nach vorne zu kommen... wie auch, zwischen 75.000 Menschen? Aber ich versuchte es dennoch, bis ich plötzlich Stimmen hörte, die ich als australisch einordnen konnte - da ich Australierinnen von Bishops kenne. Als ich mich umdrehte konnte ich meinen Augen nicht trauen, es waren genau DIE Australierinnen, die ich kannte! Einfach der Hammer, unter sooo vielen Menschen!!!
Wir verbrachten also das Konzert gemeinsam. Es war echt unglaublich cool. Die Musik war - obwohl diese Musikrichtung im normalen Leben nicht 100 Prozentig mein Fall wäre -  live einfach der Wahnsinn. Und das Beste: während des letzten Liedes wurden wohl so große Leuchtbälle von etlichen Seiten auf die Menschenmenge geworden, die ihre Farbe entsprechend ihrer Programmierung veränderten, das war echt schön! siehe Video :)

Danach traf ich dann endlich meine Cousine, die mich zu sich nach Hause mitnahm, wo wir uns noch nett unterhielten und dann schlafen gingen!

Am nächsten Tag stand dann eine Tour durch die Montrealer Altstadt an. Eine wunderschöne Stadt, mit sooo vielen Möglichkeiten und Dingen zu sehen und zu entdecken.

schönes Gebäude - ich glaube für Kunstausstellungen


die wunderschöne Altstadt

Pferdchen :)


kleiner Schmuckmarkt in einem süßen Hinterhof

Gebäude, dessen Funktion ich nicht kenne ;)

sieht irgendwie cool aus oder?

Nach unserem Altstadtbummel sind wir dann wieder zu Lara -meiner Cousine- nach Hause gegangen und haben gemeinsam Crêpes gebacken, mhhhhhh :) die waren vielleicht lecker!
Im direkten Anschluss haben wir dann begonnen uns anzuheitern gemeinsam mit den Mitbewohnern und weiteren Freunden meiner Cousine. War eine nette Truppe und wir haben lustige Spiele gespielt, 3 Mal dürft ihr raten was?! ;)

Zu etwas späterer Stunde kam dann die Frage auf, wohin man weggehen könnte.
Wir entschieden uns für den Club 737, der sich im obersten Stockwerk eines der höchsten Wolkenkratzer Montréals befindet und zu dem zusätzlich noch eine umwerfende Dachterrasse gehört :) einfach toll der Abend, und die Musik fand ich auch super - und dann der Ausblick dazu :)

Ausblick von der Dachterrasse des 737 Club in Montréal

Und das aller, aller lustigste an der ganzen Geschichte: ohne, dass wir uns irgendwie verständigt hatten, wo wir den Abend verbringen würden, traf ich wieder... DIE Australierinnen :D
unfassbar, in so einer großen Stadt mit hunderten Discotheken und sicherlich tausenden Bars!

Ausblick die 2. :)

Alles in allem ein sehr gelungener Abend!

Am nächsten Tag waren wir dann aber entsprechend träge, sodass wir nur die Überreste des Vorabends beseitigten und ich dann meine Sachen packte, um in der Innenstadt andere internationale Studenten der Bishop´s University zu treffen, die ihr Wochenende ebenfalls in Montréal verbracht hatten.

Wir bummelten ein wenig herum und vertrieben uns die Zeit bis zum großen Ice-Hockey Spiel.


shopping...


ein weiteres interessantes Gebäude gegenüber des Centre Bell

Auf den Eintrittskarten war aber aufgedruckt, dass die Mitnahme eines Rucksackes nicht erlaubt sei. Daher wollten wir unsere Rucksäcke vor dem Spiel in dem Bus, den die Bishop´s University gemietet hatte, um alle Studenten von der Uni nach Montréal zu befördern, unterbringen. Sagt sich einfach, war es aber nicht. Der Bus hätte eigentlich ab der Ankunft am centre bell - dem Ort des Spieles - bis zur Abfahrt vor dem Centre Bell stehen sollen, damit wir unsere Gepäckstücke in ihm unterbringen können. Dies tat er natürlich nicht aufgrund einer Security-Anweisung. Jedoch sollte er anstelle dessen wenigstens um das Centre Bell kreisen, sodass wir dennoch unsere Sachen unterbringen könnten. Auch dies war leider nicht der Fall...

Dementsprechend ereignete sich eine etwa einstündige Jagd nach einem gelben Schulbus, der leider von keinem der bepackten etwa 20 Studenten je wieder vor dem Spiel gesehen wurde. Glücklicherweise hatte einer der Securities Mitleid mit uns, sodass er uns mitsamt Gepäck in das Gebäude hineinschleuste und wir unsere Gepäckstücke ausnahmsweise am Eingang abgeben dürften - ein riesen Glück!


Nun zum Spiel: Ich lieeebe Ice-Hockey! Einfach faszinierend, wie graziös sich die Herren auf der einen Seite auf dem Eis bewegen können, während sie andererseits regelmäßig ihren Gegner "bodychecken". Einfach toll anzusehen :D




Leider hat Montréal trotz einer 2:0 Führung am Ende 2:3 verloren, aber egal - Spaß gemacht hat es allemal!

Tja, und das war´s dann schon mit dem Wochenende in Montréal.
Unter der Woche habe ich immer relativ viel zu tun mit der Uni, da die Fächer hier deutlich mehr Mitarbeit erfordern als in München. Unter anderem auch sehr beliebt hier: Gruppenarbeiten. So ein Mist... morgen habe ich meine erste in-class Präsentation, in der wir über das Innovations-Management von LEGO berichten werden, mal sehen wie das so läuft.
Drückt mir die Daumen :)

Nächstes Wochenende stehen wieder einige Events an, aber das ist dann eine andere Geschichte...

xoxo, M